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Constantin Film erste Wahl 06.03.2001
AC Research
Die Experten von AC Research sehen in den Aktien von Constantin Film (WKN: 580080) nach wie vor eine der wenigen aussichtsreichen Investmentmöglichkeiten im Mediensektor, nachdem die Münchner zuletzt zum wiederholten Male über den Erwartungen liegende Geschäftszahlen präsentieren konnten.
Das Unternehmen von Erfolgsregisseur Bernd Eichinger habe im abgelaufenen Jahr mit einem Marktanteil von über 14 Prozent die Spitzenposition im deutschen Filmverleih eingenommen und nicht zuletzt deshalb die bereits angehobenen Planzahlen erneut übertreffen können. Insgesamt habe ein Umsatz von 116 Mio. Euro und ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 6,3 Mio. Euro erreicht werden können, was einer Erlössteigerung von 80 Prozent und einer EBIT-Verbesserung von mehr als 11 Mio. Euro entspreche. Das selbst gesteckte Ziel, insgesamt 19 Filme in Kino und Fernsehen herauszubringen, habe dementsprechend übererfüllt werden können. Besonders erfreulich sei, dass unter den letztendlich 27 veröffentlichten Streifen auch mehr Eigenproduktionen als die ursprünglich geplanten 13 gewesen seien: „Dass es letztendlich acht Kino- und zehn Fernsehfilme geworden sind, beweist, dass unsere Strategie, mehr Qualität als Quantität zu produzieren, voll aufgeht, da die Branche einfach nicht mehr bereit ist, große Filmpakete abzunehmen“, so Verleihvorstand Thomas Friedl.
Der Ausblick aufs laufende Jahr sieht deshalb erneut rosig aus und lässt bereits jetzt vermuten, dass die zuletzt vom Unternehmen kommunizierten Prognosen, die einen Umsatz von 143 Mio. Euro sowie ein EBIT von 14 Mio. Euro vorsähen, wieder äußerst konservativ geschätzt sein dürften, so die Analysten. Für 2001 plane man 25 Kinofilme und 12 hochwertige TV-Movies zu veröffentlichen, darunter auch vier englischsprachige Werke, wie z.B. die Verfilmung von Resident Evil, mit 150 Mio. Fans weltweit einem der erfolgreichsten Videospiel aller Zeiten. Nachdem Constantin Film in 2000 erst eine internationale Produktion abgewickelt habe, sei diese Ausweitung auf jeden Fall positiv zu sehen, zumal Filme in der Weltsprache naturgemäß ein größeres Marktpotenzial aufwiesen. Zudem seien laut Friedl bereits die DVD-, Video- und TV-Rechte für alle 17 Kinofilme des vergangenen Jahres verkauft worden, was sich u.a. in diesem Jahr, z.T. (aufgrund der freiwillig gewählten Rechnungslegungsvorschriften gemäß US-GAAP) aber auch erst im nächstem Jahr in den Umsätzen widerspiegeln werde.
Außerdem, so AC Research, könnten die Münchner die aktuelle Krise im Markt dank ihrer soliden Finanzlage (mit 120 Mio. DM liquiden Mittel, sechs Mio. Aktien genehmigtem Kapital und einem mittlerweile positiven Cashflow) durchaus zu Übernahmen und/oder Beteiligungen an Produktionshäusern nutzen. Hierzu der Verleihvorstand: „Die Preise dürften sich zwar weiter entspannen, jedoch sind wir nicht auf Zukäufe angewiesen und würden lediglich bei wirklich guten Gelegenheiten zuschlagen, da wir unser Geld ansonsten besser in die Ausweitung unserer eigenen Kapazitäten investieren.“
Insgesamt rechneten die Analysten mit einem Gewinn pro Aktie von mindestens 70 Cents in 2001 und einem Anstieg auf knapp 1 Euro im darauffolgenden Jahr, so dass das aktuelle Bewertungsniveau bei einem Börsenkurs von etwa 20 Euro eine günstige Einstiegsgelegenheit darstelle. Aufgrund der enormen Branchenkenntnis Eichingers und seines Teams, der hohen organischen Zuwachsraten, der kerngesunden finanziellen Verfassung des Unternehmens und der konservativen Prognosepolitik sei für den Titel nämlich in jedem Fall ein Kurs/Gewinn-Verhältnis im Bereich von 40 gerechtfertigt. Auch wenn der Mediensektor seit einiger Zeit nicht mehr zu den Anlegerfavoriten zähle und immer wieder Gerüchte um eventuelle Aktienverkäufe der finanziell schwachen Großaktionäre Kirch und EM.TV aufkämen.
AC Research hält diese Gefahr zwar grundsätzlich für gegeben, jedoch nicht für besonders groß, da EM.TV bisher noch keinerlei Interesse an einer Veräußerung kundgetan habe. Und auch die Kirch Gruppe, die zuletzt 375 000 Papiere außerbörslich an einen institutionellen Investor umplatziert habe, habe vor kurzem bekundet, keine weiteren Verkäufe zu beabsichtigen, so dass dem konservativen Neuer-Markt-Investor durchaus ein Einstieg nahegelegt werden könne, sobald die Aktie ihre aktuelle Bodenbildung erfolgreich beende.
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